Komorbidität von Neurodermitis und Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) im Kindesalter

Projektleiter: Prof. Dr. Angelika Buske-Kirschbaum, Prof. Dr. Jochen Schmitt, Prof. Dr. Veit Rössner, Dr. Franziska Plessow, Dipl.-Psych. Katharina Trikojat

Epidemiologische Studien weisen konsistent auf eine Komorbidität des atopischen Ekzems (AE) und der Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) hin, zwei der häufigsten chronischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters. Die pathophysiologischen Grundlagen dieses Zusammenhangs sind jedoch weitgehend unbekannt. Eine vielversprechende Rolle  in der Klärung dieses Zusammenhangs spielen dabei psychoneuroimmunologische und -endokrine Mechanismen.
In diesem durch die DFG geförderten Forschungsvorhaben soll in einer längsschnittlich angelegten Studie geklärt werden, inwiefern allergisch-entzündliche Prozesse über die Sekretion inflammatorischer Zytokine ADHS-assoziierte Symptome wie Unaufmerksamkeit und Impulsivität auslösen bzw. diese verstärken können. Weiterhin soll untersucht werden, inwiefern eine dysfunktionale Hypothalamus-Hypophysen Nebennierenrinden-Achse (HHNA) und damit verbunden eine veränderte (neuro)endokrine Stressreaktion ein gemeinsames Merkmal des AE und der ADHS darstellen.  Die Ergebnisse der Forschungsvorhabens sind von heuristischer und aufgrund steigender Prävalenzen beider Störungen von großer klinischer Relevanz, da sie (a) den Einfluss dysfunktionaler immunologischer und endokriner Prozesse auf die Entwicklung und Funktion spezifischer Hirnfunktionen aufklären helfen sowie (b) Aufschluss darüber geben, ob AE-spezifische Entzündungsreaktionen und/oder Stress relevante Faktoren der Komorbidität von AE und ADHS sind und damit eine wichtige Voraussetzungen zur Entwicklung individueller präventiver und therapeutischer Maßnahmen schaffen.

Gefördert durch die deutsche Forschungsgemeinschaft.


Update: 20.02.2015 Layout: ecl-design.de   |   TYPO3 2009-2016