Gen-Umwelt Interaktion im Kontext der Stresshormonregulation: Die Bedeutung epigenetischer Prozesse

Projektleiter:

Dr. Nina Alexander, MSc. Matthis Wankerl

Innerhalb der letzten Jahre konnten wiederholt spezifische Gen-Umwelt Konstellationen identifiziert werden, die sowohl zu einer erhöhten Vulnerabilität für die Entwicklung depressiver Erkrankungen beitragen, als auch bereits bei gesunden Personen mit einer veränderten Aktivität endokriner Stresssysteme assoziiert sind. Eine dysfunktionale Regulation der Stresshormonfreisetzung wird hierbei als entscheidendes Bindeglied diskutiert, über welches genetische und umweltbedingte Einflüsse zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko beitragen. Trotz enormer Relevanz dieser Befunde für die Identifikation potenzieller prämorbider Risikofaktoren sind die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen von Gen-Umwelt Interaktionseffekten weitgehend ungeklärt.  Basierend auf rezenten Tier- und Humanstudien stellen epigenetische Veränderungen (DNA-Methylierungsmuster) einen vielversprechenden Mechanismus in diesem Zusammenhang dar und werden innerhalb dieses DFG Forschungsprojekts systematisch untersucht. Hierbei ist wird zunächst den Einfluss spezifischer Allelvarianten und Umwelterfahrungen auf epigenetische Modifikationen innerhalb einer umschriebener Kandidatengenregion in einem Kollektiv gesunder Probanden erforscht. In einem nächsten Schritt wird zudem der Frage nachgegangen, inwiefern diese epigenetischen Veränderungen bedeutsame Prädiktoren für die Aktivität endokriner Stresssysteme und subklinischer Depressivität darstellen.


Update: 20.02.2015 Layout: ecl-design.de   |   TYPO3 2009-2016